Bewegung

a. Stellenwert von Bewegung
Immer in Bewegung, aktiv mit dem ganzen Körper und allen Sinnen, erschließt sich das kleine Kind seine Welt. Für die Hirnentwicklung sind Bewegung und sinnliche Erfahrungen von großer Wichtigkeit. Körperliche
Gewandtheit verleiht Sicherheit und Selbstbewusstsein. Dies ist eine Grundlage für eine gesunde geistige und emotionale Entwicklung.
b. Die Ziele
-Förderung der Selbstwahrnehmung
-Förderung des Gleichgewichtssinnes
-Förderung des Muskel-Gelenksinnes
-Förderung von Bewegungskoordination
c. Methoden
Unsere Räume sowie das Außengelände sind so gestaltet, dass sie vielfältige Bewegungsformen ermöglichen und herausfordern. Den Kindern steht ein Bewegungsraum mit verschiedenen Materialien zur Verfügung. Im
Außenbereich gibt es unterschiedliche Spielgeräte für Kinder aller Entwicklungsniveaus (Stelzen, Fahrräder, Dreiräder, Roller, Laufräder etc.). Den Kindern werden Bewegungsspiele angeboten, bei denen sie Regeln,
Anpassung, Bewegungskontrolle und soziale Kompetenzen erweitern. Wir pädagogischen Fachkräfte bieten sowohl angeleitete als auch freie Übungen an, damit das Kind seine Bewegungsmöglichkeiten erweitern kann.

Wassergewöhnung

Die Fahrt in das Ottersberger Schwimmbad zählt für die Kinder und auch für uns mit zu den Höhepunkten in unserem Kindergartenalltag.
Wir fahren mit dem Bus nach Ottersberg. Je Gruppe begleiten uns zwei Mütter oder Väter um beim Umkleiden und der Aufsicht behilflich zu sein. Allein diese Fahrt ist für die Kinder immer wieder ein Erlebnis und oft auch eine Herausforderung. Ohne die eigenen Eltern mit dem Bus zu fahren bedeutet, dass das Kind viel Vertrauen und auch Selbstbewusstsein aufbringt, um sich darauf einzulassen.
Im Schwimmbad geht das Abenteuer weiter. Jedes Kind hat im Umkleideraum einen eigenen Schrank. Finde ich den Schrank auch wieder, wie sieht mein Badeanzug und mein Handtuch aus und schaffe ich es, mich
alleine umzuziehen? Es ist in jedem Jahr wieder sehr spannend zu beobachten, wie selbständig die Kinder im Laufe der Zeit werden und wie sicher sie dies alles nach einiger Zeit bewältigen.

Die Wassergewöhnung bedeutet für uns, wie der Name schon sagt, eine langsame und dem einzelnen Kind angemessene Gewöhnung an das Wasser. Schwimmunterricht findet in diesem Rahmen nicht statt. Die Kinder bewegen sich frei im Wasser. Entweder im Planschbecken oder im Nichtschwimmerbecken, in dem der Hubboden auf 90 Zentimeter gefahren wird. Wichtige Erfahrungen für die Kinder sind das gemeinsame Spiel im Wasser. Spritzer im Gesicht, des Weiteren die Nase oder auch das Gesicht ins Wasser zu tauchen und später ganz in das Wasser tauchen, das alles geschieht spielerisch und in einem von den Kindern vorgegebenem
Tempo. So wird auch den weniger mutigen Kindern die Angst genommen und am Ende des Kindergartenjahres spielen alle Kinder, die im Nichtschwimmerbecken stehen können, fröhlich mit den zur Verfügung gestellten Spielsachen oder springen und tauchen in diesem Teil des Bades.
Am Ende ihrer Kindergartenzeit können viele Kinder bereits schwimmen (durch private Schwimmkurse). In dem Fall dürfen diese Kinder in Begleitung einer Erzieherin in das Schwimmerbecken. Für alle ist das natürlich
der krönende Abschluss und die Kinder gewinnen noch mehr Sicherheit im Wasser.