Kinder unter drei Jahren in unserer Einrichtung: unsere besonderen Geschenke

Auch Kinder unter drei Jahren sind in unserer Einrichtung gut aufgehoben. Uns ist bewusst, dass uns hier besondere Geschenke anvertraut werden. Entsprechend sorgsam gehen wir mit ihnen um!


1. Wie wir kleine Kinder sehen
Kinder sind für uns Geschenke Gottes. An anderer Stelle dieser Konzeption haben wir ausgeführt, was das für uns bedeutet. Schon kleine Kinder sind kompetente und eigenständige Lerner, neugierig und wissbegierig. Gleichzeitig benötigen sie Schutz und Fürsorge. Sie brauchen eben Wurzeln und Flügel. Erzieherinnen sind für sie wichtige Bezugspersonen.
Die Bindung an sie wird – in enger Kooperation mit den Eltern - sorgfältig von uns aufgebaut und gestaltet.


2. Elementare Bedürfnisse
Kleine Kinder haben besondere Bedürfnisse: nach Körperpflege, Ruhe und Schlaf, auch in Bezug auf die Ernährung, die Bewegung, die Raumgestaltung, ihre Spielformen, ihre Interessen.
Wir nehmen ihre Bedürfnisse und deren Befriedigung sehr ernst. Wir fördern umfassend ihr Wohlbefinden. Insbesondere nehmen wir sie wahr und an und zeigen ihnen das ständig. Wir bemühen uns um häufige unterstützende
Blickkontakte und um Feinfühligkeit im Umgang mit ihnen. Sie dürfen nie zu kurz kommen, sollen aber möglichst auch nicht im Mittelpunkt stehen.


3. Eingewöhnung
Kinder unter 3 sind besonders darauf angewiesen, langsam eine Beziehung zu der neuen Bezugsperson „Erzieherin“ aufzubauen, die tragfähig und verlässlich ist. Das gelingt nur mit intensiver Unterstützung durch die Eltern, besonders in der ersten Phase des Übergangs.


4. Tagesablauf
Kleine Kinder brauchen zu ihrer Sicherheit unbedingt feste Rituale. Der Ablauf der Tage bei uns ist klar strukturiert, ähnlich die ganze Woche. In dieser Konzeption finden Sie an anderer Stelle die Darstellung eines typischen Tagesablaufs bei uns. Er wird allerdings unterbrochen, wenn die Bedürfnislage einzelner Kinder das erforderlich macht. Gerade kleine
Kinder brauchen manchmal Ruhe, Pflege, Rückzugsmöglichkeiten. Die Erfüllung ihrer elementaren Bedürfnisse hat bei uns immer Vorrang vor geplanten Abläufen.


5. Räumlichkeiten
Unsere Räume wollen gerade auch den Bedürfnissen kleiner Kinder gerecht werden. Wir beachten ihre Körpergröße und Augenhöhe. Die Räume sind klar strukturiert. Es gibt unterschiedlichste Bewegungsmöglichkeiten. Dennoch haben und nutzen wir die Möglichkeit, mit unseren kleinen „Bildungsnomaden“ für immer neue, veränderte „Bildungsoasen“
zu sorgen, wo sie ihren Wissensdurst angemessen stillen können. Sie haben immer auch die Möglichkeit, sich zurückzuziehen auf eine sichere Beobachterposition und mit anderen Kleinen geschützt ihren besonderen Spielformen und Interessen nachzugehen.


6. Erziehungspartnerschaft
Die Erziehung, Bildung und Betreuung Ihres Kindes ist unsere gemeinsame Aufgabe. Ihr Kind profitiert besonders, wenn wir eng zusammenarbeiten: Sie als Spezialisten für ihr Kind, mit uns als Spezialistinnen für Pädagogik. Vieles kann zwischen uns beim Bringen und Abholen besprochen werden. Mindestens zwei Mal jährlich führen wir mit Ihnen Entwicklungsgespräche. Selbstverständlich informieren wir Sie über Aktuelles, falls das nötig erscheint. Bitte beachten Sie auch unsere Aushänge. Über die Kooperation zwischen Eltern und Erzieherinnen allgemein informiert Sie ein
anderer Teil dieser Konzeption ausführlich.


Die besondere Möglichkeit unserer Einrichtung ist ja, dass Ihr Kind nicht mit drei Jahren die Gruppe oder Einrichtung wechseln muss, sondern weiterhin in der gewohnten Umgebung, bei seinen Freunden mit den vertrauten Erzieherinnen bleiben kann. Nur alterserweiterte Gruppen wie unsere können das leisten, was Kindern Sicherheit gibt, weil es ihnen Beziehungsabbrüche und Ortswechsel erspart.