Das Spiel

Unter kindlichem Spiel versteht man ein komplexes Geschehen über einen bestimmten Zeitraum, das sich jedes Mal neu aus dem spontanen Tätigwerden des Kindes entwickelt. Erwachsene sollten dieses Geschehen
mit zurückhaltender Aktivität begleiten.
Das Spielen fördert die kindliche Entwicklung so ganzheitlich wie kaum etwas anderes. Die Kinder entscheiden wo, mit wem und was sie spielen. Sie bestimmen, wie lange und wie intensiv dieses Spiel wird. In ihrer
fiktiven Spielwelt erleben sie sich als autonom.
Im gemeinsamen Spiel treten Kinder miteinander in Kontakt, sie kommunizieren untereinander. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit dem Spielpartner, sich durchzusetzen oder nachzugeben und Konsequenzen, die
sich ergeben zu akzeptieren.
Das gemeinsame Spiel erleichtert es, neue Kontakte zu knüpfen und Freunde zu finden.
Für Kinder steht an erster Stelle der Spaß am Spielen und mit Freude Neues auszuprobieren. Dabei können sie ganz und gar in ihrer Spielwelt versinken.
Bei kaum einer anderen Gelegenheit macht ihnen das Lernen so viel Spaß wie beim Spielen.
Da das Lernen beim Spielen eher „unsichtbar“ geschieht, es also für einen Außenstehenden nicht unmittelbar erkennbar ist, fällt es Außenstehenden oft schwer, das freie Spiel als Phase des Lernens anzuerkennen.
Oft genug fällt der Satz: „Ach die spielen ja nur“, der Wert des Spielens wird dadurch unterschätzt.
Da sich in den letzten Jahren das Spielverhalten und auch die Spielwelt der Kinder stark verändert haben, ist es heutzutage wichtiger denn je, im Kindergarten Voraussetzungen für das selbständige Spielen zu schaffen.
Deshalb spricht alles dafür, dem freien Spiel in unserer Einrichtung einen großen Raum im Kindergartenalltag einzuräumen.